GPS Wandern - 10 Tipps

Vorbereitung:

1. Kommt man mit der Technik zurecht?

Eine Hochgebirgstour mit Verlauf-Option ist der falsche Zeitpunkt, um den GPS- Empfänger erstmalig auszuprobieren. Auch beim Ablesen der Koordinaten von einer UTM-Karte kann man einige Fehler machen. Der erste Tipp lautet deshalb, sich noch vor der ersten Tour in aller Ruhe zuhause bzw. in bekanntem Gelände mit GPS-Grundbegriffen, -Gerätebedienung und -Kartenmaterial vertraut zu machen.

2. Koordinaten besorgen

Falls man nicht über einen GPS- Empfänger mit digitaler Wanderkarte verfügt oder sich die Route aus dem Internet heruntergeladen hat, sollte man zumindestens die Koordinaten vom Ausgangspunkt und vom Ziel in den Empfänger einprogrammieren. Erst während der Tour UTM-Koordinaten bzw. GPS-Positionen per Karte zu ermitteln, ist zeitraubend und mühselig. Die UTM-Karte sollte man natürlich trotzdem mitnehmen, falls man sich dann doch verläuft.

3. Akkus des GPS-Geräts laden, Ersatzakkus

Das Laden der Akkus wird auch gerne vergessen. Je nach GPS- Empfänger und Länge der Tour gehören auch Ersatzakkus mit in Rucksack. Idealerweise verwenden alle mitgenommenen elektrischen Geräte denselben Akku-Typen: NiMH-AA oder -AAA. Bei Taschenlampen ist dies recht einfach möglich, bei Digital-Kameras leider kaum.

4. Mit GPS kann man sich nicht verlaufen? - Sicherheitshinweis

GPS erhöht zwar die Wahrscheinlichkeit den richtigen Weg zu finden, 100%ig darauf verlassen kann man sich allerdings nicht: Entweder ist, aus welchen Gründen auch immer, kein Empfang möglich, der Empfänger rutscht aus der Hand und verschwindet in einer Felsspalte, es wurde vergessen die Akkus zu laden oder im Stress kommt es zu groben Bedienungsfehlern. Wenn man sich also auf Tour in unbekannte Gebiete begibt, sollten zur Sicherheit auch Karte und Kompass mitgenommen werden.
Generell sollte man sich durch GPS nicht zu erhöhten Risiken verleiten lassen!

zu Beginn der Tour:

5. Der richtige Platz des GPS-Empfängers

Der Empfänger braucht "Sichtkontakt" zu möglichst vielen GPS-Satelliten. Die Gürteltasche ist zwar ein bequemer Aufbewahrungsort mit schnellem Zugriff, aber wegen der Körperabschattungen leider kein optimaler. Bei schlechten Empfangsbedingungen sollte der Empfänger daher eher in der Deckeltasche oder am Schultergurt des Rucksacks untergebracht werden. (Der Taschenstoff vermindert die Empfangsqualität kaum.)

6. Startpunkt einspeichern, Trackaufzeichnung aktivieren

Zu Beginn der Wanderung empfiehlt es sich, den Ausgangspunkt der Tour in den GPS- Empfänger als Wegpunkt einzuspeichern und danach den Empfänger aus- und wieder einzuschalten. Das Aus- und Einschalten ist bei manchen Empfängern erforderlich, da diese die Daten erst beim Ausschalten permanent vom RAM in den Flash-Speicher übernehmen. Ist der Akku leer, stürzen diese Empfänger einfach ab und alle neuen Daten (neue Wegpunkte und aktueller Track) sind verloren. Da nützen die besten Ersatzbatterien oder - Akkus nichts. Ähnliches kann bei großen Erschütterungen (Sturz) des Empfängers passieren, wenn die Akkus kurzzeitig den Kontakt verlieren.

Die Trackaufzeichnung wird bei Outdoor GPS- Empfängern beim Einschalten meist automatisch aktiviert. Evtl. müssen aber die geräteabhängigen Einstellungen überprüft werden.
Bei schwierigen Empfangsbedingungen entstehen nach dem ersten Einschalten des Empfängers oft unschöne Zacken in der Trackaufzeichnung. Hier hilft es, den bisher aufgezeichneten Track zu löschen. Dies ist natürlich nur sinnvoll, wenn man die alten Trackaufzeichnungen nicht mehr benötigt.

während der Tour:

7. markante Wegpunkte abspeichern

Während der Tour empfiehlt es sich, die markantesten Wegpunkte abzuspeichern. Falls die Track- Aufzeichnung wegen wechselnder Empfangsbedingungen unbrauchbar ist, kann der Rückweg dann einfacher mithilfe der abgespeicherten Wegpunkte gefunden werden. Außerdem verbleiben Wegpunkte eher im GPS-Empfänger, als ein ganzer Track (für spätere Wanderungen).

Die Abspeicherung des Wegpunktes ist meist mit einem oder wenigen Tastendrücken erledigt. Der Name des Wegpunktes wird automatisch vergeben, kann aber auch geändert werden.

8. GPS- Empfänger- / Empfangskontrolle

Auch wenn der Empfänger während der Tour nicht benötigt wird, sollte gelegentlich geprüft werden, ob der Empfänger noch funktioniert, ob die Akkus nicht schon schwächeln und evtl. wo man sich befindet. Auch das Aus- und Einschalten ist bei manchen Empfängern angebracht (siehe 6.).

9. saubere Trackaufzeichnung

In Berghütten oder wenn aus anderen Gründen kein Empfang möglich ist, sollte der GPS- Empfänger ausgeschaltet werden. Ansonsten machen unschöne Zacken die Trackaufzeichnung kaputt. (Bei ungünstigen Empfangsbedingungen kann dies allerdings auch beim Einschalten passieren.)

nach der Tour:

10. GPS Tourdaten-Backup

a) PC-Backup der Tourdaten für spätere GPS-Wanderungen mithilfe einer geeigneten GPS-Software

b) Wer es noch nie gemacht hat: GPS-Track in GoogleEarth laden, Staunen garantiert.